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Business11. März 20267 Min.

Was kostet eine professionelle Website? Kosten für kleine Unternehmen erklärt

Was kostet eine Website wirklich? Echte Preisspannen für Baukasten, Freelancer und Agentur, meine eigenen Festpreise und die Rechnung über fünf Jahre.

Was kostet eine professionelle Website? Kosten für kleine Unternehmen erklärt

Viele kleine Unternehmen stellen sich irgendwann dieselbe Frage: Was kostet eigentlich eine professionelle Website?

Die Antworten im Internet reichen von 29 Euro im Monat bis zu 15.000 Euro einmalig. Beides stimmt - und genau das macht es so schwer, ein Angebot einzuordnen. In diesem Artikel bekommst du echte Zahlen: wovon der Preis abhängt, was die verschiedenen Wege wirklich kosten, was bei mir im Festpreis steckt, und was am Ende über fünf Jahre übrig bleibt.

Die kurze Antwort

Für ein kleines Unternehmen - Laden, Gastronomie, Handwerk, Praxis, Dienstleistung - liegt eine individuell entwickelte Website realistisch zwischen 700 und 3.000 Euro einmalig. Bei mir sind es konkret 690, 1.490 oder 2.900 Euro, je nach Umfang - Endpreis, es kommt keine Umsatzsteuer obendrauf. Dazu kommen 29 Euro im Monat für Betrieb und Betreuung, in denen das Hosting schon steckt. Die Website selbst mietest du damit nicht: sie gehört dir ab der Abnahme.

Alles unter 500 Euro ist in der Regel ein Baukasten mit Vorlage. Alles über 5.000 Euro ist entweder eine Agentur mit Overhead oder ein Projekt, das deutlich mehr ist als eine Website.

Wovon der Preis wirklich abhängt

Der Aufwand steckt selten dort, wo Kunden ihn vermuten. Diese sechs Punkte bewegen den Preis am stärksten:

  • Individuelles Design oder Vorlage. Eine gekaufte Vorlage anzupassen dauert Stunden. Ein Design zu entwerfen, das zu deinem Laden gehört und zu keinem anderen, dauert Tage.
  • Anzahl und Art der Seiten. Fünf ähnliche Unterseiten sind wenig Mehraufwand. Eine Speisekarte, ein Team-Bereich und eine Leistungsübersicht sind drei verschiedene Layouts.
  • Funktionen. Ein Kontaktformular ist überschaubar. Reservierung, Terminbuchung, Kundenlogin oder ein Bereich, in dem du selbst Inhalte pflegst, sind eigene kleine Anwendungen.
  • SEO. Der Unterschied zwischen "Titel eingetragen" und "die Seite rankt für die Suchanfragen, mit denen Kunden dich suchen" ist echte Arbeit - Struktur, Ladezeit, Texte, strukturierte Daten.
  • Ladegeschwindigkeit. Schnell ist kein Zufall. Bilder, Schriften, Skripte und Serverantwort müssen einzeln optimiert werden.
  • Wartbarkeit. Sauber gebauter Code kostet vorne mehr und hinten weniger. Eine Änderung, die zwei Jahre später zehn Minuten statt zehn Stunden dauert, hat sich längst bezahlt gemacht.

Was die vier Wege wirklich kosten

Baukastensysteme: 10 bis 45 Euro pro Monat

Wix, Jimdo, Squarespace, IONOS MyWebsite. Der Einstieg ist billig und schnell.

Dafür: in wenigen Stunden online, keine technischen Vorkenntnisse nötig, Hosting inklusive.

Dagegen: du mietest die Seite, du besitzt sie nicht. Kündigst du, ist sie weg - inklusive aller Inhalte in einer Form, die du nirgends sonst benutzen kannst. Die Ladezeiten sind fast immer schwach, weil das System für Millionen Seiten gleichzeitig funktionieren muss und nicht für deine. Und die monatliche Gebühr endet nie. Mehr dazu in meinem Artikel warum Baukastensysteme langfristig schaden.

KI-Tools: scheinbar kostenlos

Seit 2025 kann jeder in zehn Minuten eine Seite generieren lassen. Das funktioniert für einen ersten Entwurf besser, als viele zugeben wollen.

Was dabei nicht mitkommt: eine eigene Domain und sauberes Hosting, eine DSGVO-konforme Umsetzung mit korrekter Datenschutzerklärung, echtes SEO statt Blindflug, und Funktionen wie Reservierung oder Buchung. Ich nutze dieselben Werkzeuge selbst, um schneller zu liefern als eine klassische Agentur. Der Unterschied liegt nicht im Tippen, sondern in der Architektur, im Design-Urteil und darin, dass jemand haftet, wenn etwas nicht funktioniert.

Freelancer und Webentwickler: 700 bis 4.000 Euro einmalig

Die realistische Spanne für kleine Unternehmen. Du bekommst eine individuelle Lösung, sprichst direkt mit der Person, die baut, und die Seite gehört danach dir.

Worauf du achten solltest: ob der Preis ein Festpreis ist oder ein Stundenschätzwert, was passiert, wenn dir das Design nicht gefällt, und ob du den Quellcode bekommst.

Agenturen: 3.000 bis 15.000 Euro und mehr

Sinnvoll, wenn du mehrere Standorte, einen Shop mit hunderten Artikeln oder eine laufende Marketing-Betreuung brauchst. Für einen Laden mit fünf Seiten zahlst du vor allem Projektmanagement, Zwischenebenen und Büromiete mit.

Meine Preise, konkret

Ich arbeite mit drei Festpreis-Paketen. Kein Stundenzettel, kein Nachschlag am Ende:

  • Starter - 690 Euro. Bis zu 3 Seiten, Grund-SEO, mobile-first, eigenes Design. Für alle, die schnell und ordentlich online sein wollen.
  • Business - 1.490 Euro. Bis zu 5 Seiten, erweitertes SEO, Animationen, maßgeschneidertes Design. Der vollwertige Auftritt.
  • Premium - 2.900 Euro. 5+ Seiten mit Reservierung, Buchung oder eigenem Blog - individuell gebaut und komplett eingerichtet.

Zusatzfunktionen kommen als klar bepreiste Add-ons dazu, zum Beispiel ein Kontaktformular für 89 Euro, Google-Business-Einrichtung für 129 Euro oder ein Buchungssystem für 299 Euro. Im Preisrechner stellst du dir dein Paket zusammen und siehst den Festpreis sofort.

Dazu kommen in jedem Paket 29 Euro im Monat für Betrieb und Betreuung - Hosting, Sicherheits-Updates, Backups und kleinere Anpassungen. Das ist keine Miete für die Website, die gehört ab der Abnahme dir; es ist die Pauschale dafür, dass sie läuft und jemand erreichbar ist.

Als Kleinunternehmer nach Paragraf 19 UStG weise ich keine Umsatzsteuer aus. Alle genannten Beträge sind Endpreise.

Laufende Kosten

Der Festpreis deckt den Bau der Website. Für den Betrieb danach kommt bei mir eine monatliche Pauschale dazu:

  • Betreuung und Betrieb: 29 Euro pro Monat. Darin stecken Hosting, Sicherheits-Updates, Backups und kleinere Anpassungen. Eine separate Hosting-Rechnung bekommst du nicht - das liegt bei mir.
  • Domain: 10 bis 20 Euro pro Jahr. Sie kann auf dich laufen oder über mich.
  • Optional: Pflege des Google-Business-Profils für 34 Euro im Monat, Betreuung eines Buchungssystems für 19 Euro im Monat. Beides musst du nicht dazunehmen.

Zum Vergleich: allein Hosting kostet dich sonst je nach Anbieter 5 bis 30 Euro im Monat - ohne dass jemand hinschaut, wenn etwas kaputtgeht.

Die Rechnung über fünf Jahre

Hier wird es interessant, und ich rechne es ehrlich vor - auch wenn es nicht in jeder Zeile für mich ausgeht:

  • Baukasten mit 30 Euro im Monat: 360 Euro pro Jahr, nach fünf Jahren 1.800 Euro.
  • Starter-Paket bei mir: 690 Euro einmalig plus 29 Euro im Monat, nach fünf Jahren 2.430 Euro zuzüglich Domain.

In reinen Zahlen bin ich über fünf Jahre also teurer. Wer dir etwas anderes vorrechnet, hat entweder die laufenden Kosten weggelassen oder den Zeitraum kurz gehalten.

Der Unterschied liegt woanders, und er ist es meiner Meinung nach wert:

  • Am Ende gehört dir etwas. Beim Baukasten mietest du die Seite. Hörst du auf zu zahlen, ist sie weg - Inhalte, Struktur, alles. Bei mir hörst du auf zu zahlen und behältst die Website samt Code. Die Betreuung ist keine Miete für die Seite, sondern für Betrieb und Wartung.
  • Es gibt jemanden, den du anrufen kannst. 29 Euro im Monat sind Hosting plus ein Mensch, der werktags binnen 24 Stunden antwortet. Beim Baukasten sind 30 Euro im Monat Serverkapazität und ein Hilfe-Center.
  • Die Seite ist individuell gebaut. Der einmalige Betrag kauft ein Design und eine Struktur, die es so kein zweites Mal gibt - keine Vorlage, in der ein Logo getauscht wurde.

Wenn dir das den Aufpreis nicht wert ist, ist der Baukasten die richtige Entscheidung. Das ist keine Floskel: für eine reine Visitenkarte, die sich nie ändert, würde ich es genauso machen.

Was nicht im Preis steckt

Damit es keine Überraschung gibt: Texte und Fotos kommen von dir. Speisekarte, Logo, Bilder deiner Räume, die Beschreibung deiner Leistungen. Ich strukturiere und setze das so um, dass es wirkt, und sage dir vorher genau, was ich brauche. Texterstellung und Fotografie sind nicht Teil der Pakete - wenn dir Material fehlt, klären wir das vorher, nicht mittendrin.

Ablauf, Dauer und Bezahlung

Realistisch dauert ein Projekt 2 bis 4 Wochen vom Kickoff bis zum Launch, je nach Paket und Auslastung. Bezahlt wird in zwei Schritten: 50 Prozent bei Projektstart, 50 Prozent nach Abnahme. Keine Vorkasse über den vollen Betrag, keine versteckten Zwischenrechnungen.

Zwischenstände siehst du unterwegs. Wenn dir am Design etwas nicht gefällt, ändern wir es, bevor abgenommen wird - Feedbackrunden sind fest eingeplant.

Woran du ein unseriöses Angebot erkennst

  • Kein Festpreis, nur ein Stundensatz ohne Deckel. Dann trägst du das komplette Risiko der Schätzung.
  • Der Quellcode gehört nicht dir. Frag explizit danach. Wenn die Antwort ausweicht, ist die Antwort nein.
  • SEO-Garantien für Platz 1. Niemand kann Rankings garantieren. Wer das verspricht, verkauft dir etwas anderes.
  • Ein Preis ohne Rückfragen. Wer dir eine Zahl nennt, ohne zu wissen, was du verkaufst und an wen, hat geraten.

Fazit

Die Kosten für eine Website hängen davon ab, was dein Unternehmen wirklich braucht - nicht davon, was technisch maximal möglich ist. Für die meisten kleinen Unternehmen ist eine individuell entwickelte Seite die bessere langfristige Rechnung: sie ist schneller, sie gehört dir, und sie lässt sich in zwei Jahren noch verändern, ohne von vorn anzufangen. Warum das über den Preis hinaus einen Unterschied macht, steht in meinem Artikel über professionelle Webentwicklung.

Was dein Projekt konkret kosten würde, siehst du in zwei Minuten im Preisrechner. Wenn du lieber direkt fragst: schreib mir, ich antworte werktags binnen 24 Stunden.

Geschrieben von Edilson Comole, Webentwickler aus Monheim am Rhein. Zuletzt aktualisiert am 28. August 2026.

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