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Tech30. Juli 20263 Min.

Warum ich als Kassenwart der ersten Mannschaft eine eigene Webapp gebaut habe

Wie ich als Kassenwart der ersten Mannschaft meines Sportvereins eine eigene Kassenbuch-Webapp gebaut habe - und was das Prinzip dahinter für kleine Betriebe bedeutet.

Warum ich als Kassenwart der ersten Mannschaft eine eigene Webapp gebaut habe

Ich bin Kassenwart der ersten Mannschaft von SSV Berghausen 1968 e.V. Was das mit Webentwicklung zu tun hat? Mehr, als man zunächst denkt. Denn statt mich mit Excel-Tabellen und Bargeld-Notizen abzumühen, habe ich mir kurzerhand meine eigene Kassenbuch-Webapp gebaut.

Das Problem: Excel-Tabellen und Bargeld passen nicht zusammen

Wer schon mal ehrenamtlich eine Vereinskasse geführt hat, kennt das Problem. Da gibt es die Mannschaftskasse, die Strafenkasse für verpasste Trainings oder vergessene Trikots, den Einstand von neuen Spielern - und am Ende soll trotzdem für jeden nachvollziehbar sein, wer was gezahlt hat und wie viel noch offen ist.

Die klassische Lösung ist eine Excel-Tabelle. Die funktioniert, bis sie es nicht mehr tut. Formeln brechen, Spalten verrutschen, die Datei liegt in drei Versionen in drei Chats - und wer nicht gerade jeden Tag mit Tabellenkalkulation arbeitet, verliert schnell den Überblick. Genau da war ich als frisch gewählter Kassenwart.

Dazu kommt der Teil, den keine Tabelle löst: die Rückfragen. "Hab ich das nicht schon bezahlt?" ist eine völlig berechtigte Frage - und sie zu beantworten kostet jedes Mal Zeit, wenn die Antwort in einer Zelle irgendwo zwischen Zeile 40 und 60 steht.

Die Lösung: eine eigene Kassenbuch-Webapp

Weil ich beruflich Websites und Web-Apps entwickle, lag der Gedanke nahe: Warum nicht das Problem lösen, das ich gerade selbst habe? Also habe ich eine schlichte, klar strukturierte Webapp gebaut, mit der sich die Vereinskasse digital führen lässt - mit Next.js, so wie ich es auch für Kundenprojekte mache.

Der Kassenstand steht ganz oben, daneben zwei Zahlen, die im Vereinsalltag wirklich zählen: was offen ist und was bereits kassiert wurde. Darunter der Weg, den ich am häufigsten gehe - Strafen erfassen. Der Strafenkatalog und das Vereinslogo sind hinterlegt, Monatsbeiträge, Kasten und Einstand haben ihren eigenen Platz, und jede Buchung landet nachvollziehbar im Kassenbuch. Kein Suchen in Zellen, kein Nachrechnen.

Kassenbuch-Webapp am Desktop: Kassenstand der Saison 2026/27 mit offenen und kassierten Beträgen, Schnellzugriff auf Strafen erfassen, Spielerkonten und Kassenbuch
Die Kassenwart-Ansicht: Kassenstand, offene Beträge und alle Buchungswege auf einem Screen.
Kassenbuch-Webapp auf dem Smartphone: Übersicht der offenen Beträge pro Spieler mit Status der Monatsbeiträge
Auf dem Handy zählt nur eine Frage: Wer hat noch offen - und wie viel?

Spielernamen und Zahlungsdaten sind zum Schutz der Privatsphäre der Mannschaft unkenntlich gemacht.

Bewusst einfach gehalten, damit sie im Vereinsalltag auch tatsächlich genutzt wird - am Spieltag mit dem Handy in der Hand, nicht abends am Laptop. Und bewusst so gebaut, dass sie sich mit der Zeit weiterentwickeln lässt, wenn neue Anforderungen dazukommen.

Was das mit deinem Unternehmen zu tun hat

Die Kassenbuch-App ist erst mal ein kleines, persönliches Projekt für die erste Mannschaft meines Vereins. Aber das Prinzip dahinter ist das gleiche, das hinter jeder guten individuellen Software steht: eine Lösung, die genau auf das zugeschnitten ist, was gebraucht wird - statt ein Baukasten-Tool mit hundert Funktionen, von denen neunzig nie genutzt werden.

Ob Kassenwart im Sportverein oder Inhaber eines Restaurants, der Reservierungen nachvollziehen will, oder ein Handwerksbetrieb, der seine Angebote nicht mehr per Zettel verwalten möchte: Das Muster ist identisch. Ein konkretes, oft unterschätztes Problem im Alltag, für das es keine gute Standardlösung gibt, aber eine sehr gute individuelle.

Beim Nashe Café war es das Reservierungssystem samt Admin-Bereich, hier ist es die Vereinskasse. Unterschiedliche Branchen, gleicher Ausgangspunkt: erst das Problem, dann die Software.

Warum individuelle Software gerade für kleine Organisationen Sinn ergibt

Viele denken bei "Software entwickeln lassen" automatisch an große, teure Projekte. Dabei sind es oft die kleinen, klar umrissenen Probleme, die sich am schnellsten und sinnvollsten lösen lassen. Eine Webapp muss nicht alles können. Sie muss das eine Problem gut lösen, das sonst jede Woche Zeit und Nerven kostet.

Das gilt für Websites genauso wie für Web-Apps: Lieber eine Lösung, die exakt passt, als eine, die zwar alles kann, aber nichts davon richtig für den eigenen Fall. Warum Baukästen genau daran scheitern, habe ich in einem eigenen Artikel aufgeschrieben: Warum Baukastensysteme kleinen Unternehmen langfristig schaden.

Fazit

Aus einem ehrenamtlichen Kassenwart-Problem ist bei mir eine funktionierende Webapp geworden. Nicht, weil ich einen großen Plan hatte, sondern weil ich ein konkretes Problem gesehen und gelöst habe. Genau so gehe ich auch an Projekte für Kunden heran: erst das eigentliche Problem verstehen, dann die passende Lösung bauen, statt eine Vorlage zu biegen, bis sie einigermaßen passt.

Wenn du ein ähnliches Problem hast, ob als Verein, Betrieb oder Selbstständiger: Im 2-Minuten-Erstcheck klärst du vorab, ob es zu mir passt. Oder schreib mir direkt an kontakt@comole-digital.de.

Ich bin Edilson Comole, selbstständiger Webentwickler aus Monheim am Rhein. Mit Comole Digital baue ich individuelle Websites und Web-Apps für kleine Unternehmen, Vereine und Selbstständige im DACH-Raum - mit Next.js und React statt Baukasten.

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Artikel geschrieben von Edilson Comole - Professioneller Webentwickler für kleine Unternehmen am 30. Juli 2026.

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