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Website für Gastronomie: Checkliste für Restaurant, Café und Imbiss

Was eine Website für Restaurant, Café oder Imbiss wirklich braucht: Speisekarte als Text statt PDF, Öffnungszeiten, Google-Profil, Reservierung, Allergene.

23. Oktober 20267 Min.
Website für Gastronomie: Checkliste für Restaurant, Café und Imbiss
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Kurz gesagt: Eine Gastro-Website muss drei Fragen in zehn Sekunden beantworten: Was gibt es, habt ihr offen, wie komme ich hin. Dafür braucht sie eine Speisekarte als echten Text statt PDF, aktuelle Öffnungszeiten, eine Telefonnummer zum Antippen und eine Seite, die auf dem Handy schnell lädt. Reservierung, Allergene und ein gepflegtes Google-Profil kommen dazu. Alles andere ist Kür.

Ich baue Websites für Gastronomie in Monheim am Rhein und Umgebung. Zwei davon kennst du vielleicht: das Nashe Café und Team B Döner. Aus diesen Projekten ist diese Checkliste entstanden. Sie ist bewusst praktisch. Du kannst sie neben deine eigene Seite legen und abhaken.

Was muss auf eine Restaurant-Website?

Wer deine Seite öffnet, steht oft schon auf der Straße. Hungrig, mit dem Handy in der Hand. Die Person liest nicht deine Geschichte. Sie sucht drei Dinge: die Karte, die Öffnungszeiten, den Weg. Alles, was dazwischen steht, kostet sie Zeit.

Die Grundausstattung sieht so aus:

  • Speisekarte als lesbarer Text, mit Preisen.
  • Öffnungszeiten, inklusive Ruhetag und Feiertagen.
  • Adresse mit Link zur Karten-App.
  • Telefonnummer als Link, damit ein Tippen reicht.
  • Ein, zwei echte Fotos von Essen und Raum. Keine Stockbilder.
  • Impressum und Datenschutzerklärung, von jeder Seite aus erreichbar.

Das klingt banal. Trotzdem fehlt auf vielen Gastro-Seiten mindestens einer dieser Punkte. Am häufigsten: Öffnungszeiten, die seit dem letzten Sommer nicht mehr stimmen.

Warum sollte die Speisekarte kein PDF sein?

Das PDF ist der Klassiker. Die Druckerei hat die Karte gestaltet, also lädt man die Datei hoch. Fertig. Für dich ist das bequem. Für deine Gäste ist es ein Umweg.

  • Auf dem Handy öffnet sich ein PDF oft in einer eigenen Ansicht. Dann wird gezoomt und geschoben, weil die Karte für A4 gemacht ist und nicht für einen Bildschirm in der Hand.
  • Eine Karte als Text ist Teil deiner Seite. Sie lädt ohne Umweg, lässt sich verlinken und mit strukturierten Daten für Suchmaschinen auszeichnen. Wer nach "Frühstück Monheim" sucht, soll deine Frühstückskarte finden, nicht nur deine Startseite.
  • Änderungen sind beim PDF teuer. Ein neuer Preis heißt: Datei neu bauen lassen, neu hochladen, alte Datei löschen. Bei einer Karte als Text ändert man eine Zeile.

Mein Rat: Die Karte gehört als HTML auf die Seite. Gegliedert nach Kategorien, mit Preisen, mit kurzen Beschreibungen. Wenn du das PDF für den Druck behalten willst, verlinke es zusätzlich. Aber nicht statt.

Wie zeige ich Öffnungszeiten richtig an?

Öffnungszeiten sind die Information, die am schnellsten veraltet. Urlaub, Feiertag, Personalengpass. Die Seite sagt "geöffnet", der Gast steht vor verschlossener Tür. Das merkt er sich.

So baue ich das:

  • Eine Quelle. Die Öffnungszeiten stehen an genau einer Stelle im Code und erscheinen von dort überall: Kopf, Footer, Kontaktseite. Wer zwei Kopien pflegt, hat irgendwann zwei verschiedene Zeiten.
  • Als Text, nicht als Bild. Ein hübsches Bild mit Öffnungszeiten kann weder Google noch ein Screenreader lesen.
  • Abweichungen sichtbar. Betriebsurlaub gehört nach oben, nicht in einen Beitrag, den niemand findet.

Und dieselben Zeiten gehören in dein Google-Profil. Das bringt mich zum nächsten Punkt.

Brauche ich neben der Website ein Google-Profil?

Ja. Viele Gäste sehen dein Google-Profil vor deiner Website. Dort stehen Bewertungen, Fotos, Öffnungszeiten und der Link zu deiner Seite. Wenn Profil und Website sich widersprechen, glaubt der Gast keinem von beiden.

Website und Profil sollten sich ergänzen: Das Profil holt den Gast ab, die Website liefert die Details. Die vollständige Karte, die Reservierung, die Geschichte hinter dem Laden. Ich richte das Google-Unternehmensprofil auf Wunsch mit ein. Das kostet einmalig 129 Euro. Wenn du die Pflege abgeben willst, also Bewertungen beantworten, Beiträge, Zeiten aktuell halten, sind es 34 Euro im Monat. Beides ist optional.

Lohnt sich eine Online-Reservierung?

Das hängt davon ab, wie du heute reservierst. Wenn dein Telefon in der Mittagszeit ständig klingelt und du gleichzeitig am Herd stehst, dann ja. Eine Reservierung über die Website kommt an, wenn du Zeit hast, sie anzuschauen.

Beim Nashe Café habe ich ein eigenes Reservierungssystem gebaut. Gäste wählen die Personenzahl, tragen ihre Daten ein, schicken ab. Im Admin-Bereich sieht das Team alle Reservierungen, kann sie bestätigen, ändern oder absagen. Tischkapazitäten, Öffnungszeiten und Pufferzeiten sind in der Logik abgebildet.

Für einen Imbiss ohne Tische ist das Unsinn. Dort reicht ein Telefon-Link. Ehrlich gesagt: Eine Reservierung, die keiner braucht, ist nur eine Funktion mehr, die gewartet werden muss.

Bei mir ist eine Terminbuchung im Premium-Paket enthalten. In den kleineren Paketen kostet sie 299 Euro einmalig. Wenn ich das Buchungssystem laufend betreue, kommen 19 Euro im Monat dazu.

Müssen Allergene auf die Website?

Hier wird es rechtlich, deshalb halte ich mich eng an die Quelle. Nach der Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) müssen 14 Hauptallergene auch bei loser Ware gekennzeichnet werden, also bei allem, was du frisch zubereitest. Die IHK Schwerin beschreibt drei zulässige Wege: Kennzeichnung direkt in der Speisekarte, zum Beispiel mit Fußnoten, eine separate Allergenkarte mit Hinweis im Lokal, oder mündliche Auskunft mit schriftlicher Dokumentation, die Gäste und Lebensmittelkontrolle einsehen können.

Diese Pflicht betrifft dein Lokal. Ob und wie sie für eine Bestellung über deine Website gilt, beantwortet die IHK-Seite nicht. Das klärst du mit deiner IHK oder der Lebensmittelüberwachung, nicht mit mir. Ich bin Entwickler, kein Anwalt.

Was ich dir technisch sagen kann: Wenn deine Karte als Text auf der Seite steht, lassen sich Allergene pro Gericht sauber hinterlegen. Kürzel neben dem Gericht, Legende am Ende. Ändert sich ein Rezept, ändert sich eine Zeile. Beim PDF fängst du wieder bei der Druckerei an.

Was braucht eine Gastro-Website rechtlich?

Kurz und ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Impressum nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz: unter anderem Name und Anschrift, bei einer GmbH die Rechtsform und die vertretungsberechtigte Person, Kontakt inklusive E-Mail, gegebenenfalls Handelsregister und Umsatzsteuer-ID. Das Gesetz verlangt, dass die Angaben leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sind.
  • Datenschutzerklärung, die beschreibt, was deine Seite tatsächlich tut. Reservierungsformular, Kontaktformular, eingebettete Karte: Alles, was Daten verarbeitet, gehört hinein.

Die Texte selbst liefere ich nicht. Ich baue die Seite so, dass beide Seiten von überall erreichbar sind, und sage dir, welche Dienste auf deiner Seite laufen. Den Inhalt holst du dir von einem Generator oder einer Kanzlei.

Wie schnell muss eine Gastro-Seite laden?

So schnell, dass niemand wartet. Klingt nach Ausrede, ist aber die ehrliche Antwort. Bei Gastro-Seiten sind Bilder fast immer das Problem. Ein Foto direkt aus der Kamera ist mehrere Megabyte groß. Auf einem Handy im Mobilfunknetz dauert das.

Beim Nashe Café wird jedes Foto in der Größe ausgeliefert, die der Bildschirm braucht, in modernen Formaten wie WebP und AVIF und erst dann, wenn es ins Bild scrollt. Gemessene Werte für Nashe und Team B stehen in den beiden Fallstudien. Ich nenne sie hier nicht noch einmal, weil jede Messung ein Stand ist und dort mit Datum steht.

Die Checkliste zum Abhaken

Punkt Pflicht oder Kür Worauf achten
SpeisekartePflichtAls Text mit Preisen, PDF höchstens zusätzlich
ÖffnungszeitenPflichtEine Quelle, als Text, Abweichungen oben
Adresse und AnfahrtPflichtLink zur Karten-App
TelefonPflichtAntippbar, im Kopf oder Footer
Impressum, DatenschutzGesetzlichVon jeder Seite erreichbar
Google-ProfilDringend empfohlenGleiche Zeiten wie auf der Website
AllergeneIm Lokal gesetzlichOnline pro Gericht hinterlegen, Rechtsfrage mit IHK klären
ReservierungKürNur, wenn du wirklich reservierst
FotosKür, aber wichtigEchte Bilder, komprimiert
News oder BlogKürNur, wenn jemand ihn pflegt

Was kostet so eine Seite bei mir?

Ein Imbiss mit Karte, Zeiten und Anfahrt passt oft ins Starter-Paket: bis zu 3 Seiten für 690 Euro. Ein Restaurant mit eigener Speisekarten-Seite, Galerie und Kontakt liegt eher beim Business-Paket: bis zu 5 Seiten für 1.490 Euro. Mit Reservierung und Blog sind wir beim Premium-Paket für 2.900 Euro, die Terminbuchung ist dort enthalten. Dazu kommen 29 Euro im Monat für Betrieb und Betreuung: Hosting, Sicherheits-Updates, Backups, kleinere Anpassungen. Als Kleinunternehmer nach § 19 UStG weise ich keine Umsatzsteuer aus, das sind Endpreise.

Wenn du überlegst, ob du überhaupt eine eigene Seite brauchst oder ob Lieferando reicht: Dazu habe ich einen eigenen Artikel geschrieben, Eigene Website statt Lieferando. Die Pakete im Detail stehen unter Webentwicklung, einen Richtwert bekommst du im Preisrechner.

Häufige Fragen

Kann ich die Speisekarte selbst ändern?

Das hängt davon ab, wie oft sie sich ändert. Bei Nashe pflegt das Team Inhalte selbst über einen Admin-Bereich. Ändert sich deine Karte zweimal im Jahr, reicht es oft, mir die Änderung zu schicken. Kleinere Anpassungen sind in der Betreuung enthalten.

Reicht nicht einfach Instagram?

Instagram ist gut für Stimmung. Für Fakten ist es schlecht: Öffnungszeiten und Karte stecken in Beiträgen, die nach unten rutschen. Die Website ist der Ort, an dem die Fakten stehen. Instagram kann darauf verlinken.

Wie lange dauert es, bis die Seite online ist?

Realistisch 2 bis 4 Wochen vom Start bis zum Livegang. Der häufigste Grund für Verzögerungen sind fehlende Inhalte: Karte, Fotos, Texte kommen von dir.

Wer hilft, wenn etwas nicht funktioniert?

Ich. Ich antworte werktags binnen 24 Stunden. Schreib mir, wenn du deine Seite durchgehen willst.

02Autor · Wer das geschrieben hat

Edilson Comole, Webentwickler aus Monheim am Rhein. Ich baue Websites für Läden, Gastronomie und Dienstleister - mit Next.js und React, ohne Baukasten.

Veröffentlicht am 23. Oktober 2026Verfügbar · Q4/26

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